Mit dem Mountainbike über die Death Road

 

La Paz, das heißt Bolivien generell, war eigentlich gar nicht auf meiner geplanten Route vorgesehen. Die spontane Entscheidung, zwischen Chile und Peru doch einen kurzen Schlenker nach Bolivien zu machen, war allerdings eine meiner besten! Und was kann man nun eigentlich so alles hier machen? "Bei La Paz gibt es doch diese Death Road, wo man mit dem Mountainbike runterfahren kann!" Mit dem Mountainbike über die gefährlichste Straße der Welt? I'm in!

mehr lesen 0 Kommentare

Cusco Curiosidades - Was die Stadt so besonders macht

Traditionell gekleidete Mädchen
Traditionell gekleidete Mädchen

 

Cusco ist das kulturelle Zentrum Perus, Ausgangspunkt für Machu Picchu und weitere Inkastätten im "Heiligen Tal" wie Maras Moray und Tipon. Ich glaube, Tipps für Touren und Restaurants und Reiseberichte über Cusco gibt es im Netz zu Genüge. Deswegen möchte ich lieber darüber berichten, was Cusco so besonders macht und warum es sich lohnt, die Augen auch in Cusco offenzuhalten und nicht so schnell wie möglich zu Machu Picchu weiterzureisen.

 

mehr lesen 4 Kommentare

Tierisches Paradies: Galapagos

Die Galapagos-Inseln - das war der Traum, das Highlight der Südamerika-Reise, worauf meine Freundin und ich hinfieberten. Ein paar Tage Paradies, einsame Strände, Schildkröten und Seehunde, Vulkane und Natur und Pinguine - es konnte nur großartig werden! Der Flug von Guayaquil aus ging so schnell um, bis wir aus dem Fenster das türkisblaue Wasser und die grünen Inseln erspähten. Der Flughafen befindet sich auf der Insel Baltra, unser erstes Ziel war der mit 15.000 Einwohnern größte Ort des Galapagos-Archipels Puerto Ayora im Süden der Isla Santa Cruz, die direkt neben der Insel Baltra liegt.

 

Der Transport sollte also kein Problem sein, ein Bus fährt einmal über die Insel und setzt uns in dem Hafenort ab - so der Plan. Vom Flughafen aus ging es erstmal ein kleines Stück mit einem Transporter, dann ein kleines Stück mit einer Fähre, auf welcher unser Gepäck ungesichert auf dem Dach mitfahren durfte während wir es schon vor unserem inneren Auge im pazifischen Ozean untergehen sahen, und dann ging es weiter mit dem Bus. Typisch südamerikanisch war der Bus a) total überfüllt und b) viel zu niedrig für deutsche große Frauen. Gekrümmt und eingequetscht stand ich also im Gang. Bis auf einmal der komische Geruch nach verbranntem Motor durch den Bus zog. Kurze Zeit später war der Busfahrer vor lauter Rauch ganz benebelt, konnte nichts mehr sehen und musste den Bus anhalten. Na super, dann machen wir doch erstmal eine kurze Pause...

 

Keiner wusste nun, wie es weitergeht. Wird der Bus repariert? Kommt ein anderer Bus? Gibt es überhaupt einen anderen Bus auf der Insel? Nun ja, warten war auf jeden Fall eine Sache, die ich ja schon auf dem Kontinent gelernt hatte. Nach etwa einer Stunde kam dann tatsächlich ein anderer Bus, in den wir so schnell wie möglich hereinsprungen, um noch einen Sitzplatz zu ergattern und der uns dann heile nach Puerto Ayora brachte. 

 

Das Gepäck fährt wie so oft in Lateinamerika auf dem Dach mit
Das Gepäck fährt wie so oft in Lateinamerika auf dem Dach mit
mehr lesen 0 Kommentare

Salar de Uyuni - Salz, wohin das Auge reicht

Wenn ich an Bolivien denke, denke ich zunächst einmal an atemberaubende Landschaften und Extreme. Vor allem extrem kalt und extrem trocken. Die dreitägige Tour von San Pedro de Atacama in Chile nach Uyuni in Bolivien ist die einzige Möglichkeit, die Grenze zwischen den beiden Ländern ohne ein eigenes Fahrzeug zu überqueren, Busse verkehren hier nicht. Wo auch - wir sind den größten Part ja nicht mal auf Straßen gefahren... Der Trip über die Grenze hält ein einmaliges Naturerlebnis bereit: den Salzsee Salar de Uyuni.

 

Die Tage vorher waren spannend, es war Winter und im bolivianischen Hochland, im Altiplano, lag Schnee. Das fand ich schon mal sehr ungewöhnlich für die angeblich trockenste Wüste der Welt. Nun ja, das Klima brachte dann auch mit sich, dass der normale Grenzübergang gesperrt war. So hieß es bis einen Tag vor Abfahrt, es sei gar nicht sicher, dass wir fahren könnten. Weil der Grenzübergang nicht öffnete, wurde umdisponiert und wir sollten die alternative Route über Ollagüe nehmen. Dafür mussten wir wohl auf ein, zwei Highlights verzichten, sahen dafür aber zwei andere Lagunen.

 

Frühstück kurz vor der Grenze zu Bolivien
Frühstück kurz vor der Grenze zu Bolivien
mehr lesen 2 Kommentare

Magisches Patagonien

Nach drei fantastischen Monaten in Chiles Hauptstadt Santiago, freute ich mich darauf, neuen Abenteuern entgegenzublicken und nun wirklich ans Ende der Welt zu reisen. Mit dem Flugzeug ging es von Santiago nach Punta Arenas, die südlichste Stadt der Welt (das noch weiter südlich gelegene Ushuaia im argentinischen Patagonien ist offiziell nicht als Stadt anerkannt). "Wenn du auf der Plaza in Punta Arenas den Fuß der Statue von Hernando de Magallanes küsst, bedeutet das, dass du irgendwann nach Patagonien zurückkehrst", gab mir meine Mitbewohnerin aus Santiago noch mit auf den Weg.

 

Punta Arenas - wenn du den Fuß der Statue von Hernando de Magallanes küsst, wirst du zurückkehren

 

Auf dem Weg zum Flughafen ließ mich das Gefühl nicht los, dass jetzt das Abenteuer beginnt. Meine erste Reise alleine. Dabei war ich ja schon allein nach Santiago gereist. Und nach Schweden für ein Praktikum einige Jahre zuvor. Aber die Aufregung, die ich jetzt empfand, war unvergleichbar. Marit am Ende der Welt.

In Punta Arenas angekommen, wollte ich erst einmal die Stadt erkunden. Ich ließ mich treiben, lief durch die Straßen, kam bald am Ufer an, mit Blick auf den Estrecho de Magallanes. Auf dem Steg vor mir tummelten sich Vögel, in der Ferne konnte man Feuerland erkennen. Der Horizont erstreckte sich über schneebedeckten Gipfeln, in einem unbeschreiblichen Licht und Blautönen, die ich so noch nie gesehen hatte, die sich nicht auf Fotos festhalten lassen, sondern nur in der Erinnerung verweilen. Pures Glück und das Gefühl von Freiheit durchströmten mich in diesem Moment, beinahe hätte ich einen Glücksschrei losgelassen!

 

mehr lesen 0 Kommentare

Meine Top 10 To Dos in Santiago de Chile

Am 1. März 2013 war es endlich so weit: Die Reise nach Südamerika sollte beginnen. Den Masterabschluss gerade frisch in der Tasche, aber anstatt sich wie die Kommilitonen auf Arbeitssuche zu begeben, wollte Marit doch lieber die Welt ein bisschen entdecken. Als ich die Reiseplanung begann, hatte ich im Sinn, mich drei Monate aus Europa abzusetzen. Eine neue Sprache, eine neue Tätigkeit, eine neue Welt - das Fernweh wollte gestillt werden. Schnell hatte ich mich für Südamerika entschieden, mit dem Land selbst wurde es schwieriger. Deswegen entschloss ich, mich erstmal nicht auf ein Land festzulegen und dass drei Monate auch viel zu kurz sind und das Rückflugticket buchte ich dann eigentlich auch vor allem aus der Angst davor, sonst nicht einreisen zu dürfen. 

 

Zumindest aber den ersten Stop musste ich festlegen und da es ja möglichst weit weg gehen sollte, fixierte ich mich auf Chile, das Land am Ende der Welt, das Land der Extreme, wo die höchsten Berge Südamerikas nur wenige Kilometer von den schönsten Stränden entfernt sind, wo antarktischer Wind, Schnee und Regen im Süden und Hitze und trockene Wüstenluft im Norden herrschen, das Land, wo Vulkane auf Weinberge treffen, wo man eine moderne Millionenstadt ebenso findet wie kleine Dörfer, die von Ureinwohnern bewohnt werden. Vor allem aber, wie ich schnell feststellen durfte, ein Land mit Menschen, die so nett, humorvoll, gastfreundlich und offen sind, dass man eigentlich nicht wieder weg möchte.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Buenos Aires: Tango auf der Straße

"Ich bin seit einem Jahr in Lateinamerika unterwegs, am unsichersten fühle ich mich hier in Buenos Aires", erzählte der Australier aus unserem Hostel uns circa eine Stunde nach der Ankunft und flößte uns ziemlichen Respekt vor der Stadt ein. Ja, wir hatten gelesen, dass man im Stadtteil La Boca vorsichtig sein muss. Aber das muss man ja auch eigentlich in allen großen Städten. Aber ja, man merkt in Buenos Aires auch, dass die Krise von 2001 noch nicht überstanden ist. Wir ließen uns die Neugier auf die Stadt nicht nehmen und genossen erstmal die angenehmen 25 Grad auf der Dachterasse unseres Hostels nachdem in Chile der Herbst mit immer größeren Schritten kam. Mit meinen zwei Freundinnen aus Santiago hatten wir spontan den Wochenendtrip nach Buenos Aires gebucht.

 

Die Reise fing schon spektakulär an. Unser Flug sollte Samstag super früh von Santiago aus gehen, wir quälten uns also mitten in der Nacht aus dem Bett um pünktlich am Flughafen zu sein. Und dann? Der Flug wurde gecancelt! Warum erfuhren wir nicht, aber wir könnten ja den nächsten in zwei Stunden nehmen... Das war also dann das erste Mal, dass ich am Flughafen schlief und es klappte wunderbar! Und zwar so gut, dass wir dann fast den nächsten Flieger verpasst hätten! Glücklicherweise ist aber alles gut gegangen, außer, dass wir eben einen halben Tag in der bunten, geschichtsreichen und bewegenden Stadt verloren hatten.

 

Der Flug über die Anden war phenomenal. Ich hatten mir den Fensterplatz geschnappt und freute mich wie ein Kind, die Berge von oben zu betrachten. Berge oder Meer? Ich kann mich immer noch nicht entscheiden...

 

Die Anden von oben
Die Anden von oben
mehr lesen 0 Kommentare